Vortrag von Robert Andreasch: 15 JAHRE NACH DER SELBSTENTTARNUNG DES NSU

Lade Karte ...

Datum/Zeit
Date(s) - 10/12/2026
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
Z - Linkes Zentrum in Selbstverwaltung

Kategorien Keine Kategorien


Do, 10.12. / 19:00 / Vortrag von Robert Andreasch:

15 JAHRE NACH DER SELBSTENTTARNUNG DES NSU

Ein Rückblick auf die Jahre ab 2011

» Z linkes Zentrum, Samerstraße 11, 83022 Rosenheim

Vor 15 Jahren – am 4. November 2011 enttarnte sich der NSU selbst. Heute 15 Jahre später heißt es, zurückzublicken: auf die Mordserie des NSU in Bayern und im gesamten Bundesgebiet, die auch Antifaschist:innen damals nicht erkannt haben; auf die lange Geschichte des rechten Terrors und der Morde von rechts in Bayern, vor dem NSU und danach. Und auch auf die Entwicklung der Neonaziszene in einer Zeit, die viele heute aktive Antifaschist*innen gar nicht selbst erlebt haben.

Dabei ist das Thema ganz aktuell. Erst im Juli diesen Jahres (2026) wurde mit Susann Eminger aus dem NSU-Netzwerk wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und des Beihilfe zu einer schweren räuberischen Erpressung mit Waffen verurteilt. Die Strafe wurde allerdings zur Bewährung ausgesetzt. Auch heute – 15 Jahre nach der Selbstenttarnung- sind viele Fragen zum NSU-Komplex offen: Das gilt für die Netzwerke des NSU in Bayern und anderswo ebenso wie für die Rolle von Sicherheitsbehörden und die politische Aufarbeitung. Auch zu Rosenheim gibt es Bezüge: Eine Adresse aus Rosenheim war im Adressbuch der Rechtsterroristen und der Thüringer Heimatschutz – aus welchem der NSU entstanden ist- war 1999 auf einem Naziaufmarsch in Rosenheim. Im NSU-Prozess musste ein „Blood & Honour“-Aktivist (B&H wurde 2000 in Deutschland verboten) aussagen, welcher aus Chemnitz nach Rosenheim zog.

Wir haben den Fachjournalisten Robert Andreasch (u.a. NSU watch, aida Archiv) nach Rosenheim eingeladen. Der Referent wird in seinem Vortrag über die Recherchen zu den Netzwerken des NSU in Bayern und darüber hinaus sprechen, auf das heutige Wissen und auf die offenen Fragen zum NSU eingehen. Wie lief die parlamentarische Aufarbeitung des NSU-Komplexes in Bayern – bzw. wie lief sie nicht? Welche Erkenntnisse gibt es heute über die Strukturen und Unterstützer*innen des NSU? Und wie wird in Bayern an die Ermordeten erinnert – bzw. wie werden sie nicht erinnert?

Der Vortrag „15 Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU “ von Robert Andreasch findet am Donnerstag, den 10.12.26 im linken Zentum „Z“ in der Rosenheimer Samerstraße 11 statt. Die von der Bibliothek_A in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Rosenheim und dem Kurt Eisner Verein organisierte Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr. Der Eintritt zu dem Abend, bei welchem ein Einlassvorbehalt gilt, ist frei. Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe „Alerta! – gestern, heute morgen“ vom Rosenheimer Bündnis gegen rechte Hetze. Bereits am Sonntag zuvor (So, 06.12. / 19:00) ist in diesem Rahmen – ebenfalls im Z – der Dokumentarfilm „Spuren – die Opfer des NSU“ zu sehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert